Ausfall der Druckmaschine: Schnelle Lösung erforderlich

Der Informationsfluss hat sich im digitalen Zeitalter extrem beschleunigt: tagesaktuelle Ereignisse überschlagen sich, Nachrichten werden mit enormer Geschwindigkeit veröffentlicht, um nicht an Aktualität einzubüßen – ob digital oder analog. Umso wichtiger ist es dabei, dass gerade gedruckte Medien schnell den Weg zu ihren Leserinnen und Lesern finden – und umso dringender erweist sich der Fall eines Kunden, dessen Druckmaschine unerwartet ausgefallen ist.

Erdkurzschluss schädigt Baugruppen – und führt zu Buskollision

Betroffen ist ein bestimmter Bereich der Anlage. Als Ursache hat der Kunde bereits vor unserem Eintreffen einen defekten Frequenzumrichter identifiziert, der zum Ausfall weiterer Geräte geführt hat. Einen Teil der Geräte hat er daraufhin gewechselt. Die Ursache für den letzten Fehler lässt sich jedoch bis zuletzt nicht ermitteln, weshalb er uns zur Hilfe ruft. Bei einer ersten Analyse ermitteln wir bereits verschiedene Ströme an den verschiedenen Druckeinheiten (Druckeinheit 11 = 1,2A; Druckeinheit 12 = 1,3A; Druckeinheit 13 = 0,4A).

Um diesem Fehlerbild auf die Spur zu kommen, entfernen wir an den ausgefallenen Frequenzumrichtern die Erdung. Damit sinkt auch der Massestrom auf dem Schutzleiter (kurz PE) auf 1,06A. Auf Grundlage dieser Erkenntnis stellen wir eine erste Vermutung an: Durch den Kurzschluss kommt es zu hohen Masseströmen, die zu einer hohen Spannungsspitze auf dem Schirm und dem Minus führt. Dadurch sind bereits einige Baugruppen von hinten und von vorne vorgeschädigt worden. Durch das Auswechseln einzelner Baugruppen kann der Bus halbwegs stabilisiert werden – allerdings noch nicht bis zu einem zufriedenstellenden Maß.

Auf der Suche nach dem verantwortlichen Teilnehmer

Denn nicht nur die Baugruppen können vom Erdkurzschluss betroffen sein, sondern auch die Schirmleitung. Dies könnte auch den Effekt der Buskollisionen an den Teilnehmern 24, 26 und 48 auslösen, die mit der Fehlerstatistik entdeckt worden sind. Alle auffälligen Teilnehmer werden daraufhin durch neue Geräte ersetzt.

Bei anschließenden Tests des Telegrammverkehrs mittels Repeater kommt es vermehrt zu Kollisionen. Wir versuchen den verantwortlichen Teilnehmer zu finden, in dem wir die Spannung wegnehmen und auf die Signalhupe des Testgeräts warten. Als Teilnehmer 85 für längere Zeit vom Bus entfernt wird, bleibt die Hupe ruhig. Damit ist der Verursacher des Problems gefunden und der Druck der Zeitungen kann wieder rechtzeitig beginnen.

Der Repeater ist offen; es gibt keinen Telegrammverkehr mehr. Trotzdem gibt es einen Impuls in dem Segment.

Repeater ohne Spannung. Damit kann er nicht mehr senden.

Hupe statt Oszilloskop: So wandelbar ist der Talkshow-Effekt

Übrigens: Bei dem genannten Fehlerbild handelt es sich um den bereits früher thematisierten Talkshow-Effekt in einer besonders intensiven Form, wie wir ihn bislang noch nicht erlebt hatten – denn bislang hat sich bei diesem Fehlerbild das Oszilloskop-Bild oder der Telegrammverkehr als hilfreich erwiesen. Dieses Mal hat uns jedoch die Hupe des Testers auf die Spur gebracht.

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