Ausfall der Regalgassen – Vielfältige Lösungsansätze führen zum Erfolg

Im Bereich 2 des Lagers eines Kunden ging gar nichts mehr: Die Regalgasse stieg 40-mal pro Schicht aus. Der Zugang zu wichtigen Bauteilen blieb den Mitarbeitern somit verwehrt und sorgte für kostspielige Unterbrechungen im Betriebsablauf. Zunächst versuchte der Kunde selbst, die Fehlerursache zu finden und zu beheben; Nachdem er den Frequenzumrichter jedoch ohne Erfolg ausgewechselt hatte, rief er uns zur Hilfe. Als wir vor Ort eintrafen, stand die Anlage komplett.

Falsche GSD-Dateien mit Programmeinspielung korrigiert

Zunächst führten wir im System einen Teilnehmer-Scan durch. Dabei sind zunächst zwei Baugruppen aufgefallen, bei denen die GSD-Datei nicht passte. Durch das erneute Einspielen eines gespeichten Programms ist der Fehler bei einer der beiden Baugruppen korrigiert worden. Bei der zweiten Baugruppe stellten wir fest, dass in einer anderen Regalgasse der gleiche Effekt zu beobachten war.  Unsere Vermutung zur Fehlerursache: „Es ist wohl die falsche GSD-Datei eingespielt worden.“ Daraufhin versuchten wir die Anlage wieder anzufahren, wobei der Antrieb den Fehler 44 meldete: Überstrom. Als wir den Motor abklemmten, lief der Bus jedoch weiter störungsfrei. Nachdem wir den Motor wieder angeschlossen hatten, funktionierten die Startversuche allerdings nur im Handbetrieb – Motor und Getriebe mussten demnach funktionsfähig sein.

CU-Folie bringt keinen Erfolg – Tausch des Frequenzumrichters

Eine weitere Untersuchung des DP-Schirms zeigte sehr geringe Ströme an einem Steckverbindern – teilweise 0 und 13 mA. Die Stecker wurde mit Hilfe einer CU-Folie neu anzuschlagen, das brachte jedoch nicht die gewünschte Verbesserung. Nun liefen die Startversuche mal mit, mal ohne Fehlertelegramme – wurden aber durch den Fehler 44 immer wieder abgebrochen. Um zu überprüfen, ob der Erdungsanschluss des Frequenzumrichters in der störanfälligen Regalgasse beschädigt war, tauschten wir ihn mit dem einer anderen Regalgasse aus. Das Ergebnis: „Er läuft, steigt aber nur noch ab und zu mit Fehler 44 aus.“ Daraufhin änderten wir die PWM auf 4 kHz. Der Antrieb lief daraufhin störungsfrei, zeigte beim Betrieb jedoch immer wieder Telegrammfehler an. Auch das Regalbediengerät lief sehr schleppend und sorgte immer wieder für verschobene Kisten. Die Messungen mit der Stromzange deutete auf einen Stelle, an der wir den Schirmstrom deutlich reduzierten. Das brachte den gewünschten Erfolg.

Probleme wohl bereits bei der Inbetriebnahme erkannt

Bei der Kontrolle mittels PROFIBUS-Quicktester P-QT 10 am nächsten Tag, waren keine Telegramfehler mehr zu verzeichnen. In der SPS standen die Telegrammwiederholungen nicht auf 1 – ein Hinweis darauf, dass die EMV-Probleme wohl schon bei der Inbetriebnahme erkannt worden sind. Bei der nächsten Wartung muss nun die GSD-Datei getauscht werden. Darüber hinaus gilt es die Erde von der Fahrschiene direkt in den Schrank zu legen, um die hohen Schirmströme von der Lichtschranke zu entfernen.

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