Schnell gelöst: Warum manchmal ein Wackeln am Kabel hilft

In der Elektrotechnik gibt es seltsame Wirkungszusammenhänge, die manchmal selbst für Experten nicht erklärbar sind. Die Lösung scheinbar komplexer Problemzusammenhänge sind dann manchmal weit aus simpler als zunächst erwartet. So auch bei einem Kunden, der uns zum Troubleshooting zu sich rief: Seine Anlage fiel immer wieder aus; nach seinen Beobachtungen waren dabei zwei Frequenzumrichter besonders betroffen.

Lose Schirmdrähtchen im Steckverbinder können zu Kurzschlüssen führen

Bei unserer Fehleranalyse stellten wir fest, dass bei drei Frequenzumrichtern einzelne Pakete fehlten. Wir prüften die Kabel – und mit einem kurzen Wackeln war der Fehler bereits behoben.

Bei losen Schirmdrähtchen im Steckverbinder genügt manchmal schon ein Wackeln, um Kurzschluss-Gefahren abzuwenden.

Wie war das möglich? Kurzschlüsse entstehen häufig durch lose Schirmdrähtchen, die mit ihrem Umfeld elektrisch reagieren. Löst sich der Schirmdraht eines Steckverbinders beim Wackeln nun jedoch vollständig ab, kann es im Optimalfall zu keinen Reaktionen und damit zu keinen Kurzschlüssen und zu keinen weiteren Störungen der Anlage mehr kommen.

Bei der Fehleranalyse stellten wir außerdem fest, dass die Linientiefe, und damit Schwankungsbreite bei der Kommunikation der Geräte, sehr hoch war. Was bedeutet das genau? Jedes Gerät hat eine zeitliche Verzögerung im Signal. Dadurch entsteht eine gewisse Schwankungsbreite bei der Kommunikation. Die SPS, die für Steuerung und Regelung einer Anlage eingesetzt wird, erwartet ein Signal nach spätestens dem dreifachen einer konstanten Zeiteinheit: Beträgt die Konstante beispielsweise eine Millisekunde, erwartet die SPS ein Signal innerhalb von drei Millisekunden. Passiert das nicht, geht die SPS in den „sicheren Zustand“ und schaltet die komplette Anlage ab.

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